Die Mutter

Die MutterTäusche nicht vor – sei
Versprich nicht – handle
Träume nicht – verwirkliche

Mira Alfassa wurde am 21.2.1878 in Paris geboren. Ihr Vater war ein türkischer Bankier, ihre Mutter stammte aus Kairo.

Mira war künstlerisch und musisch sehr interessiert und wurde an der Ecole des Beaux Arts in Malerei ausgebildet.

Sie war in Kontakt mit vielen berühmten Malern und Künstlern dieser Zeit.

Doch ihr Hauptinteresse galt der Entwicklung der Spiritualität. Schon als Kind hatte sie spirituelle Erfahrungen und widmete sich diesem inneren Leben. 1905 ließ sie sich in Algerien in den Okkultismus einführen. Zurück in Paris gründete sie eine Gruppe, um gemeinsam spirituellen und okkulten Fragen nachzugehen.

Sie reiste 1914 nach Pondicherry, Südindien, und traf Sri Aurobindo. Bei ihrer ersten Begegnung erkannte sie ihn als denjenigen, der ihr schon oft in ihren Träumen begegnet war und bei der Lösung von spirituellen Fragen geholfen hatte. Beide wussten, dass sie eine gemeinsame Aufgabe hatten. Ab 1920 blieb sie endgültig in Pondicherry. 6 Jahre später übertrug Sri Aurobindo ihr die volle Verantwortung für die Leitung des Ashrams. In dieser Zeit bekam sie von ihm den Namen „die Mutter“, weil sie wie eine Mutter für das körperliche und seelisch-spirituelle Wohl der Ashrammitglieder sorgte. Unter ihrer fast 50jährigen Führung wuchs und gedieh der Ashram. 1968 gründete sie Auroville, eine internationale Stadt nicht weit von Pondicherry entfernt, deren Mittelpunkt der Integrale Yoga Sri Aurobindos ist.

Am 17.11.1973 verließ sie ihren Körper.

Der Mutter ist der Name der Yogaschule MIRA gewidmet.

Ändere dich selbst zuerst

Du kannst an anderen nichts tun, es sei denn, du kannst es an dir selbst tun. Du kannst niemals irgend jemandem einen Rat erteilen, es sei denn, du wärest fähig, ihn dir zuerst selber zu geben und ihn dann zu befolgen. Und wenn du irgendwo eine Schwierigkeit siehst, dann ist die beste Methode, das zu verändern, es zuerst in dir selbst zu korrigieren. Wenn du bei jemandem eine Schwäche siehst, darfst du sicher sein, sie ist in dir, und du fängst an, sie bei dir selbst zu ändern. Und wenn das geschehen ist, wirst du stark genug sein, dasselbe auch bei anderen zu bewirken. Und das ist eine wunderbare Sache.

Menschen begreifen nicht, welche unendliche Gnade es ist, dass dieses Universum so eingerichtet ist, dass eine Ansammlung von Substanz, angefangen vom äußerst Physischen bis zum höchsten Spirituellen, sich insgesamt in einem sogenannten kleinen Individuum konzentriert, aber einem zentralen Willen zur Verfügung steht. Und das gehört dir, es ist dein Arbeitsfeld, niemand kann es dir nehmen, es ist dein Besitz. Und in dem Umfang, in dem du in ihm arbeiten kannst, wirst du eine Wirkung auf die Welt ausüben. Aber nur in dem Umfang. Übrigens, man muß mehr an sich selbst arbeiten als an anderen.
aus: Die Mutter, Der sonnenhelle Pfad

Einige Bücher Der Mutter:

Der sonnenhelle Pfad
Ausschnitte aus Gesprächen und Schriften der Mutter
Sri Aurobindo Ashram Publication Department, 1984

Gedanken und Aphorismen
Mit Erläuterungen der Mutter
Sri Aurobindo Ashram Publication Department, 1979

Gebete und Meditationen
Sri Aurobindo Ashram Publication Department, 1974

Gesundheit, Heilen und Yoga
Zusammenstellung aus Werken Der Mutter
Mirapuri-Verlag, 1993

Wer mehr über den Integralen Yoga und Sri Aurobindo und die Mutter wissen möchte, findet Internetadressen unter LINKS.

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Wenn in deiner Arbeit etwas ist, was Sorgen verursacht, schau nach innen, und du wirst in dir selbst die entsprechende Schwierigkeit finden.
Ändere dich selbst, und die Umstände werden sich ändern.
Die Mutter